Kony 2012

http://www.youtube.com/watch?v=Y4MnpzG5Sqc

Man hat nicht oft die Chance wirklich etwas in der Welt zu verändern.
Falls man aber eine Chance hat, sollte man sie ergreifen!
Also beteiligt euch.
Stop Kony – make him famous !

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Schizophrenes Morgen-Ich

Halb 6 Uhr früh.
Ich höre Stimmen. Es sind zwei, die eine lauter als die andere.
Der Wecker scheppert ununterbrochen, die Stimmen werden lauter.
Ein gezielter Schlag setzt den Wecker für die nächste Viertelstunde ausser Gefecht. Ein kurzer Sieg, aber ein Sieg.

“Nein..” wispert die leise Stimme, “nein, das solltest du nicht tun, steh auf es ist ein neuer Tag!”.

“Ja, ein Montag”,  antwortet die zweite Stimme trocken.

Jaaaaa Montag, mein Freudentag. Besonders am sechs Uhr früh bringt er mich zu jubilieren und frohlocken.
Ich gebe mich, eine lernwillige Schülerin, der Predigt der zweiten Stimme hin.

“Ein paar Minütchen Schlaf mehr schaden keinem, bleib im warmen kuschligen Bett.
Drei Stunden Mathematik können auch ohne dich stattfinden, verstehen kann es ja auch kein normaler Mensch und der Verstand arbeitet um diese Uhrzeit sowieso noch nicht”.

Piiip Piiip Piiip, klirr, schepper.
Stirb!

Süss säuselt die Stimme in mein Ohr, meine Gedanke driften in andere Sphären, Schlaf, Schlaf, Schlaf.
Doch die Stimme der Vernunft lässt sich nicht so einfach beseitigen wie mein Wecker. Trotz aller Bemühung kreisen leise Sätze in meinem Kopf.

“Du kommst zu spät, zu spät. Herr B. wird dich n-teilen, steh auf, lauf los, schnell.”

Völlig entnervt und noch erschöpfter als zuvor reisse ich mich von meinen Träumen los, und bin stolz auf mich nach nur wenigen Minuten aufgestanden zu sein.
Noch dusslig wanke ich zum Kleiderschrank, ziehe wahllos etwas über, wanke Richtung Schreibtisch und schiele aus Gewohnheit auf die Uhr

Der Blick auf das Ziffernblatt lässt die erste Stimme aufschreien:
“Ach herrje, lauf los, der Bus fährt ohne dich!”

Und die Katze beisst sich in den Schwanz.

Lesereise

In meinem Zimmer stapeln sich Bücher, viele Bücher. Sie haben kein Zuhause, denn ich bin ‘bücherregallos’.
Jeden Tag schauen sie mich vorwurfsvoll an, sie attackieren mich, wenn ich die Stapel versehentlich streife. Meine Zehen verfärben sich von Tag zu Tag mehr königsblau.
Zu meiner Verteidigung: Ich kann nichts dafür, das Chaosgen wurde mir vererbt.
Mein heutiges Zimmer war noch vor wenigen Monaten das Büro des Schreckens meines Vaters, mit meiner Unordnung führe ich nun sein Erbe fort.
Aber auch ich habe meine Grenzen was das Chaos betrifft. Ich stosse immer dann an sie, wenn ich meine geliebten, zum Teil noch ungelesenen, Bücher sehe.
Ich verstehe ihren Unmut nur zu gut. Mir würde es auch nicht gefallen, heimatlos am Boden zu liegen.
Mir ist klar geworden, dass sich etwas ändern muss.
An meinem Geburtstag habe ich einen Gutschein erhalten für ein massgeschneidertes Gestell, das Chaos wird sich also hoffentlich bald lichten.
Auch ist mir klar geworden, dass ich meinen Büchern eine Entschuldigung schulde.
Diese wird wie folgt aussehen:
Ein neues Zuhause in einem schönen Regal und alle Bücher, welche ich bis zum heutigen Tag noch nicht gelesen habe, werden gelesen.

Dabei ist mir die Idee gekommen, dass ich eine Art Lesereise veranstalten könnte.
Lassen wir uns von grossartigen Büchern und deren Geschichten, in noch viel grossartigere Gefilde entführen.
Vielleicht lassen sich so die tristen schneelosen Wintertage schöner gestalten.
Ich werde eine Liste erstelle von Büchern, die ich gelesen habe und von denen ich glaub, dass es sich zu lesen lohnt. Diese veröffentliche ich ca. in einer Woche hier.
Ich würde mich sehr über Vorschläge von euch freuen.

Die Sache mit den Gläsern

Farbig, durchsichtig, trüb und klar. Mal groß, mal klein, mal bauchig mal fein.
Aber für manche immer halbleer.
..

Weshalb ist unser Glas halbleer/-voll… weshalb sind es nicht unsere Taschen nach dem Einkaufen, unsere Spardosen oder der Speicherplatz mit unsern Erinnerungen?
All diese Dinge sind genau solch alltägliche Dinge wie Gläser und auch ihr Inhalt wird subjektiv wahrgenommen, weshalb also Gläser und ist es besser, wenn ein Weinglas halbvoll ist oder ein Sektglas?
Ein Weinglas wird bei vielen Anlässen gebraucht, aber Sektgläser ausschließlich bei Gründen, die man zu feiern hat. Wünscht man sich also ein Sektglas, weil es, egal ob halbvoll oder halbleer, immer was zu feiern gibt?
Und wieso füllt man nicht Einmachgläser halbvoll?
Würde dann der positive Effekt nicht länger anhalten?
Eingemacht für die Tage mit halbvollen Gläsern oder für alle Zeit. Hübsch anzusehen und eine freudige Zukunft verheißend.
Ich habe mir vorgenommen, die guten Tage, die halbvollen Tage, in meinem Einmachglas zu sammeln, jedes mal die positive Stimmung in ein Glasgefängnis zu sperren und in Notlagen zu befreien.
Und falls mal jemand einen halbvolles Glas braucht, werde ich auch gerne ein Einmachglas verschenken.

Was, wenn das Leben fair wäre?

Wäre es besser, weil jeder das bekommt, was er vermeintlich verdient?Oder wäre es eine Einöde, gewidmet dem planbarem Leben, keine Überraschungen, weder gute noch schlechte.Jeder wüsste, eine gesunde Ernährung und ein vernünftiger Lebensstil garantiert ein geruhsames Rentnerleben. Doch für jedes Vergehen, würde man postwendend die Quittung erhalten.

Was ist besser? Was wünscht man sich?

Augenblick

Es ist neun Uhr morgens. Ich sitze abwesend im Deutschzimmer, die Personenbeschreibungen interessieren mich nicht wirklich. Mein Blick schweift zum Fenster und wiedereinmal bin ich etwas geknickt, dass ich keine Momentaufnahmen in den Schulstunden machen kann.
Die Kraft des Frühlings präsentiert sich heute in einem ihrer schönsten Kleider. Eine feine Tauschicht hat sich über die Pflanzenwelt gelegt.
Der Himmel wirkt leicht milchig, verträumt und schlicht wunderschön und als dann nach einiger Zeit die Sonne hinter einem Hügel als helles Leuchten hervorsteigt und den milchigen Himmel zum strahlen bringt, wirkt die Stimmung perfekt.
Der Tau glitzert, die Luft ist frisch und kühl. Meine Gedanken schwirren aus dem Schulzimmer hinaus, hinaus in die Welt. Ich will an schöne Dinge denken, kleine Freuden, doch ich bin heute nicht in der Lage meine Gedankengänge in fröhlichen Gebilden zuhalten.

Instrumentalisierung der Medien – ein Einblick in den Geschichtsunterricht

Schreckliche Bilder flimmern über den Fernsehbildschirm. Ein Mann hält sein totes Kind in den Armen, um ihn herum schreiende, blutverschmierte Menschen, dahinter die in Brand gesetzte Fahne Israels.
Das Bild in der Zeitung schockiert und polarisiert. Wenn man dieses Bild sieht, bleibt einem nur eine logische Schlussfolgerung: die Israelis legen es offensichtlich ganz darauf an, die arme Minderheit von Pakistanis zu terrorisieren und auszurotten.
Zum Glück hört man hier in der Schweiz von den Eltern schon früh einmal:“ Ja, Ja, Papier isch halt geduldig“.
Hier handelt es sich zwar nicht um das geschriebene Wort, das zugunsten des Verfassers zurechtgestutzt und verdreht wird sondern um ein Bild, bei diesen gilt dieser Spruch heute aber umso mehr. Deshalb sollte man Bildern (und natürlich auch Texten) mit einem kritischem Auge begegnen, den es gibt viele Faktoren um ein Bild und somit die Meinung der Weltbevölkerung zu manipulieren/instrumentalisieren.

Nehmen wir nur einmal die heuten beinahe unbeschränkte Möglichkeit Bilder mit den entsprechenden Tools zu verändern. Mit nur wenigen Klicks hält Osama Bin Laden anstatt einer Banane eine Granate in der Hand und Barack Obama ist neuerdings den Talibans beigetreten.
So lustig und absurd das auf den ersten Blick scheinen mag, um so gefährlicher sind die professionell manipulierten Bilder aus den Krisengebieten. Schnell erwecken sie einen falschen Eindruck der momentanen Situation.
Doch man muss ein Bild nicht einmal allzu stark bearbeiten, einzelne Dinge wegzuschneiden oder ein wenig ins Bild hineinzuzoomen reichen völlig aus.
Die Verfasser solcher Bilder schrecken auch nicht vor gefälschten Videos zurück.
Deshalb ist es keines Falls etwas Aussergewöhnliches, wenn auf Pakistans Strassen alle Pakistani aufeinander einschlagen und manche von ihnen gekleidet sind wie Israelis. Auch wenn Mutter und Kind fröhlich durch die anscheinend tobende Schlacht flanieren muss man sich keine Sorgen um sie machen, den sie sind lediglich auf dem Filmgelände Pollywood.
Hier werden angebliche Schlachten von Pakistani gegen angebliche Israeliten gedreht, die Israeliten kommen dabei natürlich nicht gut weg.

Natürlich sind nicht alle Medien von solch, meiner Meinung nach, skrupellosen Menschen beeinflusst, aber man sollte, da immer wieder solche Bilder, Texte und Videos vorkommen, sich über die Begebenheiten genauer informieren und seine Meinung nicht aufgrund eines (zu Beginn) schockierenden Bildes bilden.

Ein Leben kam, ein Leben ging

Ein kühler Blick, beinahe ein Starren trifft meine Augen. Das eiskalte Blau der seinen lässt mir das Blut in den Adern gefrieren.
 Ich habe Angst, wünsche, ich wäre an einem anderen Ort.
 Ich versuche mich von seinem Blick loszureissen, aber es gelingt mir nicht. Meine Arme spüre ich schon lange nicht mehr, viel zu stark ist sein fester Griff. Ich friere, mein ganzer Körper schmerzt, selbst meine Gedanken schreien vor Pein, es gibt kein entkommen.
 Keuchend schrecke ich auf. Die Nächte sind nicht mehr die, die sie einmal waren, seine Augen verfolgen mich. Er ist überall, und doch kann ich mich an kein anderes Detail seines Gesichts erinnern. Alles, was mir von dieser Nacht des Grauens bleibt, sind diese Alpträume, diese fiebrigen Träume, die mich an die teuflische Freude meines Peinigers und an meine Schmerzen erinnern. Seit dieser Nacht bin ich nie mehr allein, seine Saat wuchert in mir, raubt mir meinen Lebenswillen und erinnert mich auf eine so unschuldige Weise an den Menschen, den ich so gerne verwahrt wüsste.
 Ich möchte vergessen, alleine sein, rennen bis ans Ende der Welt, weit weg.
 Doch wie entflieht man von einem Teil von sich selbst.
 Soll ich mich dem Leben trotz allem Übel, das mir widerfahren ist, stellen? – Ist es nicht leichter, loszulassen und ins Nichts zu gleiten?
Ich habe gar nicht bemerkt, wie ich nach draußen ging. Es ist Winter, ein kalter Wind raubt meinem spärlich bekleideten Körper jegliche Wärme. Aber ich will es so. Die leichte Schwellung meines Bauches ist deutlich zu erkennen, ich ekle mich vor mir selbst.
 Mein Blick fällt auf die hohen Wogen des Sees. Sekunden später gleite ich in die Dunkelheit hinab. Das kalte Wasser fühlt sich wie tausende Nadelstiche an, es lässt mich nicht atmen.
 Es tut weh. Unsagbar weh.
Auf einmal wird mir klar, dass ich nun vom Opfer zur Täterin werde, aber ich will keine vergleichbare Schandtat vollbringen, ich will nicht sein wie er.
 Ruckartig ziehe ich meinen Kopf aus dem Wasser, atme, ringe um Luft, schwimme. Nein, ich werde nicht töten.
Farbig Blätter beginnen von den Bäumen zu fallen. Die Natur zeigt das Sterben in seinen schönsten Facetten.
 Noch immer fühle ich mich verfolgt, dieses Gefühl wird durch meine zunehmende Trägheit verstärkt. Langsam schleppe ich mich durch den Tag. Krämpfe schütteln meinen Körper, Tränen rinnen über meine Wangen.
 Ich habe starke Schmerzen. In meinem Kopf spielen sich die Ereignisse der letzten Monate ab. 
Immer und immer wieder. Das dunkle Geheimnis und dessen Folgen, die ich keinem anvertrauen kann, die schlaflosen Nächte, die Angst, die weiter in mir wuchert und sich nun einen Weg aus meinem Körper sucht.
 Ich setze mich auf eine Bank am See. Ich winde mich, vermag mich nicht mehr aufrecht zu halten und falle in das feuchte Laub. Ich spüre etwas Warmes meine Beine hinab fließen, rote Flüssigkeit sickert in den Waldboden. Eiskalte blaue Augen starren mich an. Ich verliere alle meine Sinne.

Die kleinen Geofreuden des Schülerlebens…

 

Schon mal was von der Solarkonstante gehört? Nein? Ich wünschte ich könnte das Selbe behaupten, doch leider haben wir eine Geographieprüfung…
Unser allseits geschätzter Geographie Lehrer Herr B. kann sich nichts schöneres vorstellen als mit Zahlen zu jonglieren, die eine geographische Begebenheit beschreiben.
Von Solarkonstant über relative Luftfeuchtigkeit ist alles vertreten um den ichlernnurwasnötigistundmireinleuchtet Schüler gründlich zu verwirren.
Der obige Schülertyp entspricht meiner Meinung nach der Norm und hat keinerlei Verständnis fürs Berechnen und Zeichen von Wetterkarten und dergleichen.
Das Wetter können wir ohne Probleme auf den gängigen Wetterseiten im Internet nachsehen (jaja die Laptopklassen).
Ich hoffe Herr B. wird mir am Ende meiner Geographielaufbahn (Gott möge sie schnell herbeifügen) zumindest etwas beigebracht haben, dass ich verstehe und auch in irgendeiner Weise als sinnvoll erachte.

Tote Bäume in unseren Gesichtern

Eine kleine Aufgabe: Schaut euch das folgende Video an.


Wenn Ihr nun denkt, diese Werbung rege euch zum Nachdenken an, dann schaut euch jetzt das folgende “Remake” von Greenpeace an.


Der Aufbau der beiden Videos ist beinahe identisch, doch die Botschaft könnte anders nicht sein.

Dies ist, meiner Meinung nach, ein eindrückliches Beispiel davon, was man mit einem Videoprogramm und ein paar guten Ideen erreichen kann, denn Dove hat mit Greenpeace verhandelt und versprochen das Palmöl nachhaltig abzubauen.

Diesen Videos bin ich in einer sehr lehrreichen Geschichtsstunde begegnet, die von einem engagiertem und weltoffenen Lehrer geleitet wird.

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